Matthias Deutschmann
Solo 2012
Kabarett
Politisches Kabarett lebt unter anderem davon, dass es hochaktuell ist. Deutschmann kombiniert Aktualität und Tiefe mit Musikalität, Witz und dem Mut zur Improvisation. Sein Name steht seit vielen Jahren für politische Unterhaltungskunst der besonderen Art. Nach einem guten Jahr Bühnenabstinenz ist der Großmeister des politischen Kabaretts zurück und mischt sich ein.
Was ist los in Deutschland? Kaum ist die letzte Finanzkrise abgeflaut, ruft ein Hobbydarwinist unter großem Beifall den deutschnationalen Notstand aus: Das deutsche Humankapital verflüchtigt sich. Der Kampf ums globalisierte Dasein wird härter. Dummerweise werden die Deutschen immer dümmer. Und das aus eigner Kraft. Was ist das für ein Land, wo Lobbyisten die Kanzlerin durch und durchregieren? Schwarz und Gelb sind die Schreckfarben der Politik, und Grün leuchtet so hell, dass es fast blendet. Schwaben proben den Aufstand gegen Land, Bund und Bahn und hinter den Kulissen der CDU ist der Teufel los, denn es kommt was von rechts! Höchste Zeit, sich den Deutschen Zirkus mit seinen Dompteuren, Nationalakrobaten und Pausenclowns mal näher anzusehen.
Solo 2012, das neue Programm von Matthias Deutschmann, ist auf der Höhe der Zeit, und die hat zur Zeit einiges an schnellen Themen zu bieten. Es ist bissiger geworden und kommt eigenartigerweise leichter daher.
Sie werden sagen: Politisches Kabarett ist immer ein Wettlauf mit der Zeit. Gewiss, aber in letzter Zeit beeilt sich die Zeit besonders. Blender Guttenberg verblichen, Mappus und Mubarak weg, Wehrpflicht passé! Kopfschüsse für Bin Laden und Gaddafi – auf eine arabische Revolution waren weder das Kabarett, noch die Politik vorbereitet! Atomausstieg? Ein Supergau darf nach den Berechnungen der Atomindustrie nur alle 33000 Jahre stattfinden – wir haben bereits den zweiten erlebt! Der CDU-Reaktor wurde nach 58 Jahren Laufzeit vom Netz genommen – voilà!, Banken unter Druck – verendet Europa in der Eurozone? Kommt der Kapitalismus über den Winter? Und was hat das alles mit mir zu tun?
Antworten – und weitere Fragen – jetzt auch im PATAT.
Presse:
„Er schlägt gekonnt einen weiten Bogen, von Sarrazin bis Schlingensief, vom Hindukusch bis Stuttgart 21 („Schlichtung und Wahrheit“), von Ernst Bloch bis zu Guttenberg. Und dazwischen: kleine musikalische Cello-Einsprengsel, die meist dazu dienen, einen neuen Anlauf für die nächste satirische Gipfelerstürmung zu nehmen“.
(Zitty, Berlin)
„Deutschmann – das ist satirische Wertarbeit, jedes Programm ein Höhepunkt politischen Kabaretts ... Ein Abend mit Deutschmann ist auch ein Abend der Selbstreflexion des Kabaretts“. (Süddeutsche Zeitung)
„Erinnert sich noch jemand an politisches Kabarett? Also nicht Comedy oder so was. Sondern diese Version, in der ein einzelner Mensch auf der Bühne in der Lage ist, die Weltpolitik ins Wohnzimmer zu holen und sie da genüsslich zu sezieren …“
(Mainzer Allgemeine Zeitung)
„Korrekte Satire, Tabus im Kabarett? Bloß nicht! Deutschmann setzt seinen eigenen Namen immer wieder wunderbar außer Kraft.“
(Abendzeitung, Nürnberg)
„Deutschmanns Waffe ist die niveauvolle Pointe – nicht alles ist erlaubt. Wenn Kabarett auf bundesdeutschem Parkett jemals wieder ernst genommen wird, dann waren es Künstler wie Deutschmann, die dafür den Bühnenboden mit ihrem Schweiß poliert haben. Große Begeisterung über einen modernen Aufklärer.“
(www.e.politik.de)